/First Step/
Ich bin nichts ohne dich.

Ich vermisse deinen warmen Atem auf meiner Haut. Deine lieblichen Worte, ganz sacht geflüstert in mein Ohr. Deine Stimme höre ich noch immer. Dein Lachen hallt durch den leeren Raum. Es ist still hier, so ganz ohne dich.
Und ich fühle mich verloren. Verloren in einer Welt, die nicht mehr die gleiche zu sein scheint, seit wir nicht mehr Eins sind.
Ich suche nach schlechtgewählten Metaphern um meine Sehnsucht nach dir zu beschreiben. Und ich suche nach deinen Händen, die mir so viel Sicherheit und Heimat versprachen. Ich lese deine alten Briefe, Liebesschwüre geschrieben in könbigsblauer Tinte auf buntem Karton. Ich sehne mich nach deinen Worten. Oh, wenn du wüsstest, welche Zerrissenheit da in mir herrscht. Wie ver-rückt und aus dem Gleichgewicht geraten ich mich fühle.
Und wie sehr ich dich hasse. Wie sehr ich dich dafür verachte, dass du immer noch in mir bist. Dass du das Einzige bist, wonach ich mich verzehre. Dass du das Einzige zu sein scheinst, für das ich noch meine Lungen mit Sauerstoff fülle & versuche zu atmen. Zu leben. Ich möchte nicht. Bittere Tränen, die unter meinen wünscheträchtigen Wimpern hervorquillen. Tiefer Schmerz, der sich durch meinen Körper frisst und mich lähmt.
Mein Herz, du fehlst.

Hass mich. Schlag mich.
Zerstör' mich, drastisch.
Nutz' mich aus, verlass' mich.
Doch erzähl' mir nicht, dass Du mich liebst.

30.10.11 19:23


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